FAUN beim MPS in Köln am Fühlinger See, Samstag 03.08.2013

Ich möchte Euch nicht die Bilder vom tollen FAUN-Konzert vorenthalten.

Wie bei allen Live-Konzerten von FAUN gibt es nur zu sagen: KLASSE.

Los gings nahe am Sonnenuntergang

Los gings nahe am Sonnenuntergang

Getanzt wurde reichlich.

Getanzt wurde reichlich.

Oliver + Rüdiger

Oliver + Rüdiger

Oliver + die Damen

Oliver + die Damen

Rüdiger in Action

Rüdiger in Action

Stefan

Stefan

Danke FAUN.

Danke FAUN.

 

 

 

 

 

 

 

MPS (Mittelalterliches Phantasie Spectaculum) in Köln am Fühlinger See, Samstag 03.08.2013

Endlich war den Besuchern das Wetter dauerhaft hold. In den letzten Jahren hatte es gerne und ausführlich geregnet und sowohl Besucher als auch Bands und Marktbeschicker waren sichtlich entzückt.  So, nun genug des pseudomittelalterlichen Geschwafels, kommen wir also zur Sache: Bombenwetter und Superstimmung bis spät in die Nacht.

Junge Ritter beim Stockkampf

Junge Ritter beim Stockkampf

Auf dem schönen, weitläufigen Gelände am Fühlinger See gab es wieder einmal viel zu sehen, zu hören und zu bestaunen: vom Heerlager über etliche Bühnen mit hochkarätigen Künstlern über etliche Marktstände bis hin zu Ritterspielen und dem krönenden Feuerspektakel am Abend.

Rapalje

Rapalje

Bei den 100 Marktständen gab es viel schönes zu bestaunen und zu erwerben und das auf einem guten Niveau zu vernünftigen Preisen.

Auf 4 Bühnen wurde allerhand geboten: von der Gaukelei über Folk (Rapalje) bis hin zu Topp-Acts wie Omnia und Faun (auf die ich später noch ausführlich eingehen werde).

Omnia

Omnia

Und für das leibliche Wohl war reichlich und zu angemessenen Preisen gesorgt.

Nachdem die Konzerte vorbei waren, fand der Pest-Umzug statt, wobei natürlich der Tod nicht fehlen durfte.

Der Tod spielt immer mit

Der Tod spielt immer mit

Dieser spielte dann natürlich eine führende Rolle bei der fantastischen Nachtfeuershow der Ritter zu Pferde von Ars Equitandi mit ihren furchtlosen, fast möchte man sagen feuerfesten Pferden.

Blog Feuerpferd 2

Das grandiose Feuerspektakel, zu dem so viele Besucher wie nie noch dageblieben waren, rundete den gelungenen Tag im phantastischen Mittelalter ab.

Amphi Festival 2013 – Mein Fazit

Amphi Panorama

Leider ist es schon wieder vorbei, dieses tolle, heiße Wochenende des schwarzen Rausches und des schwarzen Rauschens.

Big BlueBei dem Einen oder der Anderen rauscht es möglicherweise weiter in Form einer lautstärkeninduzierten Hörstörung. Ich hatte schon den Eindruck, genau wie etliche der von mir Befragten, daß viele Konzerte über Gebühr laut waren. Nur weil es heutzutage möglich ist, mit immer weniger Equipment immer  größere Dezibelzahlen zu erzeugen, braucht man das nicht zwingend bis zum Anschlag tun. Wenn die Soundqualität sonst gut ist, muß mir nicht unbedingt auch noch ein Ohr abbröckeln. Wir werden zwar älter, aber noch sind wir nicht taub. Es sei denn, es geht in diesen Lautstärken weiter. Auch die Tatsache, daß am Beginn des zweiten Tages die Ohrstöpsel ausverkauft waren, ist wohl ein deutlicher Indikator. Jedenfalls waren die beiden Mädels, denen ich meine Ersatz-Ohrstöpsel geschenkt habe, ganz froh darüber, sich nicht mehr Taschentuchreste aus den Ohren pulen zu müssen.

Über die Soundqualität insgesamt, egal ob draußen auf der Mainstage oder in den beiden Hallen, gibt es aber im Grunde nichts zu mäkeln.

Die Bandauswahl war hochkarätig, jeder Geschmack durch alle Altersklassen wurde bedient.Ben Ivory

Zwischen Noise (Atari Teenage Riot) und Aggrotech (Agonoize, inklusive Kunstblutbad für die ersten zehn Reihen), vom Newcomer (Ben Ivory) zum Batcave (Alien Sex Fiend), die gesamte Bandbreite, zu der sich Gothic bis heute entwickelt hat, war vertreten. Auch die thematische Verteilung der Stilrichtung an beiden Tagen war sehr gelungen und spiegelte sich auch in der Wahl der Headliner des jeweiligen Tages gekonnt wieder, am ersten Tag VNV Nation für die eher elektronisch (Industrial, EBM, Future-Pop) interessierte Fraktion, am zweiten Tag Fields of the Nephilim für die mehr Oldschool und Gothrockinteressierten. So wurde es auch denjenigen leicht gemacht, sich nur für einen Tag zu entscheiden, deren musikalische Vorlieben nicht so breit gefächert sind.

ASF

Das Publikum spiegelte diese übergreifende Mischung wieder: alle Altersklassen, vom Steampunk über Fetishfans bis hin zu „normal gekleideten“ Menschen waren alle da. Wobei ich sagen muß, daß ich es schon, einfach nur aus ästhetischer Erwägung heraus, etwas befremdlich finde, dort Leute mit bunten Bermudashorts und Polohemden zu sehen, die nicht zur Cateringmannschaft oder zur Security gehören. Vielleicht trägt das aber auch nur dem Umstand Rechnung, daß Gothic im Mainstream angekommen ist.

Phillip Boa and the Voodooclub
Wohingegen aber auch der arrogante Teil der Szene immer wieder nachwächst, der die Nase umso höher trägt, je teurer das Outfit ist und umso länger sie gebraucht haben, um sich heraus zu putzen. Aber diese Style-Diskussion ist ja schon so alt, wie Gothic selbst und soll hier nicht vertieft werden. Alle Leute, mit denen ich gesprochen habe, auch die aus anderen Ländern (Österreich, Spanien, Holland, Bayern etc.) waren nett.

Zusätzlich hatte ich noch einen interessanten Special-Effect, als ich im Bahnhof bei einer führenden Backwarenkette ein Brötchen kaufen war: nachdem sie mir das Wechselgeld herausgegeben hatte, bekreuzigte sich die Kassiererin drei Mal. Dabei trage ich seit Jahren schon nur ein schlichtes Oldschool-Gothic Outfit. So etwas passiert einem wirklich nur im heiligen, viel zu katholischen Köln.

2013-07-21 18.19.30

Die Essenspreise waren im Rahmen des Festivalüblichen, hier gilt es Lob auszusprechen für zügiges Bedienen, auch hatte ich schon schlechteres Essen auf anderen Festivals. Was Getränke angeht, fand ich es ganz schön teuer. Für einen halben Liter egal welchen Getränks 4,50 Euro zzgl. 50 Cent Pfand ist üppig, insbesondere bei hochsommerlichen Temperaturen. Daß man an verschiedene Stellen kostenlos Wasser zapfen konnte war dann auch das Mindeste und dringend nötig, diese Schlangen waren auch die Längsten, konkurrierend mit den Schlangen vor den Damentoiletten, wie immer.

The Beauty of Gemina

Auch sonst wurde es einem leicht gemacht, an den vielen, sich so gut wie nicht im Angebot wiederholenden Verkaufsständen für Klamotten und Accessoires Geld auszugeben. Ein paar Worte muß ich aber noch über die Qualität des Schmucks verlieren, der angeboten wurde: diese lässt sichtbar immer mehr nach, was man von den Preisen nicht gerade sagen kann. Liebe Verkäufer, der Silberpreis ist schon wieder etwas gefallen und für schön gearbeiteten Schmuck gebe ich gerne etwas mehr Geld aus, als für popeligen Edelstahl oder lieblos ausgestanze Blechanhänger aus China.

Carl McCoy

Insgesamt lässt sich aber trotzdem sagen, daß es ein tolles Festival war, das seinen Eintrittspreis absolut wert war. Der zeitliche Ablauf lief nach Plan (von ASF mal abgesehen 😉 ), die Security war nett, Bandauswahl- und Zusammenstellung waren perfekt, das Publikum war großartig und extrem feierwillig. Vom Bombenwetter natürlich ganz zu schweigen.

Wenn das so bleibt, komme ich nächstes Jahr sehr gerne wieder.

Amphi-Festival 2013, Köln, Tanzbrunnen, Mainstage, 21.07.2013 – Fields of the Nephilim

Fields

…..und als ich schon dachte, ich wäre doch geschmolzen, war es endlich soweit und die Fields kamen auf die Bühne.

Das insgesamt schon recht mitgenommene Publikum mobilisierte nochmal die letzten Kräfte und ab ging die Finale Party.

Alle wichtigen Schätzchen wurden zum Besten gegeben (Moonchild, Dawnrazor, From the Fire etc.) und frenetisch beklatscht und abgefeiert.

Daß es am Schluß noch eine Zugabe gab, kann aber getrost als Kalkül angesehen werden, weil ja hinlänglich bekannt ist, daß am Tanzbrunnen pünktlich um 22 Uhr Schluss ist.

Carl, hast Du eigentlich zugenommen?

Amphi-Festival 2013, Köln, Tanzbrunnen, Staatenhaus, 21.07.2013 – Die Form

Die Form

Auch hier hat der Zahn der Zeit genagt, zum Glück aber nur an der äußeren Form und das auch nicht sehr arg.

Der Bauzaun als Bühnenabsperrung war ein nettes, wenngleich auch überflüssiges Accessoire, da die Show auch mitsamt schöner Tanzeinlage kindertauglich war.

Dem Publikum jedenfalls hat’s gefallen und getanzt wurde reichlich.

Wer wohl in dem Latexanzug hinter der Gasmaske wirklich steckt?

Amphi-Festival 2013, Köln, Tanzbrunnen, Mainstage, 21.07.2013 – Diary of Dreams

Diary

Hier habe ich ein bisschen geschwächelt (Pause machen, sitzen, essen) und nicht alles gesehen.

Diary of Dreams hatte ich bisher nur in kleinerem Rahmen gesehen und es hat mich sehr gefreut, daß Adrian Hates auch auf der großen Bühne seine wunderbare Präsenz ausspielen kann.